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✓✓✓ Klavierhocker, Klavierbänke und Zubehör im Vergleich

Was tun wenn der Klavierhocker quietscht oder schwergängig ist?

Beim Klavierspiel möchten Sie den Klängen lauschen, sich der Musik hingeben und sie mit Freude genießen. Wenn nun aber jede Ihrer Bewegungen ein lästiges Quietschen mit sich bringt, ist der Spielspaß rasch vorbei. Immerhin müssen Sie sich auf dem Klavierstuhl bewegen – wird die Bewegung von unschönen Tönen begleitet, war es das mit der musikalischen Harmonie. Doch können Sie einen quietschenden und stöhnenden Klavierstuhl wieder reparieren? Und wie gelingt es, einer schwergängigen Mechanik neuen Schwung zu geben? Dieser Artikel verrät es Ihnen.

Klavierstühle – knarzen und quietschen beheben

Nach längerer Benutzung kann es immer geschehen, dass ein Klavierstuhl Geräusche verursacht. Häufig findet sich die Ursache in den Garnieren, die unter der Belastung nachgeben, sodass die einzelnen Teile nicht mehr fest miteinander verbunden sind. Ein Knarzen kann jedoch auch entstehen, wenn sich die Beine des Stuhls lockern. Dies sind die beiden Problemgründe, die sich relativ leicht beheben lassen:

  • Gelockerte Garniere/Verbindungsstücke – schauen Sie sich Ihren Klavierstuhl einmal genau an. Erkennen Sie die Garniere und einzelnen Verbindungen? Prüfen Sie, ob sich die Schrauben gelockert haben und ziehen Sie sie einfach neu an. Sollte sich das Problem auf diese Weise nicht lösen lassen, können Sie das Garnier ersetzen und den Klavierstuhl auf diese Weise wieder gängig machen.
  • Lockere Stuhlbeine – bei einem guten Klavierstuhl oder bei einer guten Klavierbank sind die die Holzbeine in den Aussparungen der Sitzfläche fest verleimt und zusätzlich verschraubt. Durch die Belastung, Temperaturveränderungen und durch die Zeit können sich im Leim jedoch Risse bilden. Nun hängt das Stuhlbein einzig an der Schraube und bewegt sich leicht. Holz auf Holz führt rasch zu quietschenden Geräuschen und die sind es, die Sie beim Spielen hören. Die beste Variante ist nun, die Schraube des lockeren Stuhlbeins vollständig zu lösen und das Bein neu zu leimen. Nach dem Trocknen setzen Sie die Schraube wieder ein. Das Quietschen oder das knarzende Geräusch müsste nun verschwunden sein.

Bei Klavierstühlen aus Metall ist die Ursachenbehebung komplizierter. Insbesondere Keyboardstühle neigen dazu, mit der Zeit unschöne Knarzgeräusche von sich zu geben. Häufig ist es nicht möglich, die Ursache vollständig zu beheben.

Schwergängige Mechanik – auch ein Grund fürs Quietschen

Eine weitere Ursache, die ein Quietschen bei einem Klavierstuhl hervorrufen kann, findet sich in der Höhenverstellung. Unterhalb der gepolsterten Sitzfläche befindet sich eine mechanische Vorrichtung, über die Sie die Sitzfläche anheben oder wieder absenken. Wie so häufig bei Mechaniken kann es zum Verschleiß kommen. Zu Beginn sind die einzelnen Bauteile geschmiert, wodurch sie leichtgängig sind und keine lästigen Geräusche verursachen. Doch wie auch ein Türschloss austrocknen kann und der Schlüssel kaum noch ins Schloss geht, trocknet das Fett der Mechanik aus. Einige Abhilfemöglichkeiten:

  • Türschlossspray – prüfen Sie, ob die störenden Geräusche tatsächlich von der Mechanik herrühren. Geht der Verstellmechanismus gleichfalls schwer, haben Sie das Problem mit großer Wahrscheinlichkeit gefunden. Sprühen Sie vorsichtig Türschlossspray auf die sich bewegenden Bauteile. Doch Vorsicht: Decken Sie vorab die hölzernen Teile des Klavierstuhls mit einem Tuch ab und achten Sie darauf, das fettige Spray nicht auf der Sitzfläche zu verteilen.
  • Fahrradöl – auch dies ist eine Möglichkeit, um schwergängige Teile am Klavierstuhl wortwörtlich zu schmieren. Sie sollten das Öl jedoch nicht einfach in die Mechanik träufeln, sondern es vorsichtig auf die entsprechenden Teile geben. Nutzen Sie hierzu ruhig ein in Öl getränktes Wattestäbchen und decken Sie die hölzernen Bauteile des Klavierstuhls mit einem alten Handtuch ab.

Schwergängige Mechanik bei Gasdruckfedern

Nicht jeder Klavierstuhl verfügt über eine Mechanik, die über das Scheren-Prinzip verfügt. Moderne Klavierstühle nutzen häufig dieselbe Technik, die Sie bereits von Schreibtischstühlen kennen: eine Gasdruckfeder. Mittels eines kleinen Hebels seitlich des Stuhls bedienen Sie den Höhenmechanismus und verändern die Stellung der Sitzfläche. Mit der Zeit ist es möglich, dass die Gasdruckfeder versagt. Ein sicheres Zeichen ist, dass der Stuhl direkt absackt, sobald Sie sich auf ihm niederlassen.

Verloren ist Ihr Klavierstuhl dennoch nicht. Sie können die Gasdruckfeder durchaus reparieren:

1. SchrittLegen Sie eine Decke auf den Boden und stellen Sie den Klavierstuhl mit der Sitzfläche nach unten auf die Decke. Unterhalb der Sitzfläche erkennen Sie nun den Zugang, der in dem Hebel endet.

 

2. SchrittAm Stuhlbein selbst erkennen Sie die Stange, die sich bei der Höhenverstellung aus dem Stuhlbein herausschiebt oder wieder in den Standfuß hineingleitet. Um die Mechanik gängig zu halten, wird dieser Bauteil geschmiert. Mit der Zeit sammeln sich jedoch Staub, Haare, Tierfell oder auch Schmutz auf dem Schmierstoff an, wodurch die Mechanik erschwert wird. Reinigen Sie den sichtbaren Teil einfach mit einem Tuch und sprühen Sie die Stange wieder mit einem fetthaltigen Spray ein.

Konnten Sie das Problem noch nicht lösen, kann tatsächlich das Ventil der Gasdruckfeder verstaubt sein. Um hier heranzukommen, müssen Sie die Sitzfläche des Klavierstuhls demontieren und benötigen das sogenannte Problemlöserspray mit der Kennzeichnung WD40 – auch als Türschlossspray bekannt.

Verstellen Sie den Stuhl nach dem Abbau der Sitzfläche in die höchste Position und geben Sie das Spray auf das Ventil der Gasdruckfeder. Über den Verstellhebel des Stuhls bewegen Sie das Ventil nun etliche Male – im Anschluss müsste das Problem behoben sein.

Ein Rat zum Schluss

Besitzen Sie eine hochwertige Klavierbank oder einen teuren Klavierstuhl und sind sich unsicher, ob Sie mit einfachen Mitteln das Quietschen beheben oder die Mechanik wieder zum Laufen bringen können, sollten Sie von eigenen Reparaturversuchen absehen. Bringen Sie eine hölzerne Klavierbank lieber in den Fachhandel oder fragen Sie einen Schreiner, ob er das Quietschen beheben kann. Auf diese Weise müssen Sie zwar die Reparatur bezahlen, doch im Vergleich zur Anschaffung einer neuen Klavierbank sind die Ausgaben überschaubar.

Dieser Rat trifft ebenfalls zu, wenn Sie sich nicht an die Mechanik zur Höhenverstellung heranwagen. Übrigens bieten auch Musikgeschäfte in den Städten die Möglichkeit, eine Reparatur zu beauftragen. Mit Ihrem quietschenden Stuhl sind Sie also nicht auf sich allein gestellt und können durchaus professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.


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